wovon noch Spuren vorhanden sein sollen; das jetzt stehende wurde 1671
errichtet. Der Architekt /Melchior Werner/ aus /Neiße/ baute
es und erhielt außer Beköstigung 3 [Symbol: Reichstaler] pro Woche und
3 Achtel Bier, der Parlier außer Kost 2 [Symbol: Reichstaler], jeder
Maurer 10, jeder Handlanger 4 Sgr. und Station. (Potthast, Rauden, S.
84.) -- 1775 malt /Sebastiani/ den großen Speisesaal (ebd. 119.
137), auch die Pfarrkirche wie anderes in dem Städtchen Ober-Glogau.
(ebd. 137.) -- 1718, resp. 1767, sind in Rauden zur Herstellung von
Gemälden und Porträten engagiert der Maler /Sedleczky/ und der
akademische Künstler’ J. H. Deppé (ebd. 262.)
/Walstatt/ (1707-23 gebaut). Das Hochaltarbild stammt von /de
Baker/, Maler des Fürstbischofs Franz Ludwig, Pfalzgrafen bei Rhein,
und stellt dar die Auffindung der Leiche Herzog Heinrichs des Frommen
auf dem Schlachtfelde. (Büsching, a. a. O., S. 69.) Für dieselbe
Klosterkirche arbeiteten der Maler /Brandel/ (cf. Grüssau) und der
Bildhauer /Hiernle/ aus Böhmen. (ebd. S. 70.)
Hiemit seien nun diese „Beiträge“ einstweilen abgeschlossen. Sofern
sich mir wieder Gelegenheit bieten sollte, ein städtisches Archiv
der Provinz nach dieser Richtung hin untersuchen zu können, sollen
die Resultate davon an gleicher Stelle ihren Platz finden. Aus
Liegnitz und Görlitz hoffe ich demnächst noch Aufschlüsse über die
Renaissanceperiode zu gewinnen.
/Brieg./ Dr. /Ewald Wernicke./
FUSSNOTEN:
[124: Nach Kastner’s Neißer Geschichtsfreund I, 1 wurde am 7. oder